Wissenschaftliche Evaluation und Berichtslegung zum Ausbaustand ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter
Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung von Kindern im Primarbereich stufenweise eingeführt, sodass bis zum Schuljahr 2029/2030 alle Kinder einen vollständigen Rechtsanspruch erhalten. Um für alle Kinder ein Platzangebot gewährleisten zu können, müssen bundesweit rund 600.000 zusätzliche Ganztagsplätze geschaffen werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) legt dem Bundestag jährlich den Bericht zum Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter (GaFöG-Bericht) vor. Mit der Berichtserstellung sind die Prognos und das ITES beauftragt worden.
Die GaFöG-Berichte 2023, 2024 & 2025
Die Prognos als Projekthauptauftragnehmer verantwortet in einem ersten Modul den Abgleich zwischen Ausbaustand und in einem zweiten Modul werden die Maßnahmen von Bund (unter anderem Investitionsprogramme des Bundes) und Ländern zum quantitativen und qualitativen Ausbau evaluiert.
Das ITES verantwortet in einem dritten Modul jährlich wechselnde Themenschwerpunkte. Im Jahr 2023 ist der Fokus auf die strukturelle Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung gerichtet. Ziel ist es, auf der Basis der Perspektiven verschiedener Akteur*innen, den ‚Ganztag der Zukunft‘ zu skizzieren. Hierzu wurden im Rahmen eines zweitägigen Workshops in Kassel im April 2023 mit Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch Eltern- und Schulleitungsverbänden Modelle zur strukturellen Umsetzung des Rechtsanspruchs diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei deren Perspektiven auf Probleme und Herausforderungen, aber auch auf mögliche Lösungen und Chancen der (Weiter-)Entwicklung von Angeboten.
Die Themenschwerpunkte für das Jahr 2024 sind „Personal und Kooperation“. Zunächst wird anhand der verfügbaren Daten eine allgemeine und zugleich vertiefende Übersicht über die Personalstruktur gegeben werden. Zudem sollen in ausgewählten Kommunen alle Leitungen der ganztägigen Angebote (Schulleitungen, Hortleitungen, bei Kinder- und Jugendhilfeträgern beschäftigte Leitungen) zur institutionellen Kooperation, der Personalstruktur im Ganztag, zur Qualifikation ihres Personals, zum Personalbedarf und zur Personalgewinnung, den sich abzeichnenden Herausforderungen bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung, zur Organisation des Ganztags, zu weiteren Kooperationspartner*innen und zu Weiterentwicklungsbedarfen befragt werden.
Die Themenschwerpunkte für das Jahr 2025 liegen auf der Perspektive von Eltern im Ganztag. Im Fokus steht die qualitativen Analyse ihrer Erfahrungen mit ganztägiger Bildung und Betreuung. Hierzu wurden leitfadengestützte Interviews in zwei Kommunen durchgeführt, in denen Eltern zu Verlässlichkeit und Flexibilität der Betreuung, zur Organisation des Mittagessens, zur Hausaufgabenbearbeitung, zur Beziehungsqualität des Personals sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf befragt wurden. Ziel ist es, zentrale Bedarfe und Erwartungen der Eltern sichtbar zu machen und daraus Impulse für die Weiterentwicklung ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote abzuleiten.
Aktuelles
Der dritte Bericht der Bundesregierung zum Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder ist am 03.12.25 erschienen. Sie finden diesen auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder als Download hier:
Der zweite Bericht der Bundesregierung zum Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder ist am 04.12.24 erschienen. Sie finden diesen auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder als Download hier:
Der erste Bericht der Bundesregierung zum Ausbaustand der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder ist am 06.12.23 erschienen. Sie finden diesen auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder als Download hier:





