Sprache als Konstruktion von Wirklichkeiten – oder: „Abrakadabra“

In der taz am Wochenende des 6. und 7. Februars diskutiert die Journalistin Ulrike Winkelmann die Sprachpolitik und macht darauf aufmerksam, dass Sprache in ihrer konstituierenden Kraft der Gefahr unterliege, Dinge „schönzureden“ [1]. Dies, so Winkelmann, sei insbesondere dann mit Vorsicht zu gebrauchen, wenn Sprache und Sprachregeln durch politisch Mächtige mit einem Herrschaftsanspruch einhergingen. Für diese Perspektive sind der Gesetzesentwurf des „Jugend-stärkungs-Gesetz“ oder der Begriff Klimawandel prominente und aktuelle Beispiele, die…

0 Kommentare

Armutszahlen zwischen „Rekordhoch“ und „relativ gering“ – Kontroversen und Positionierungen zur aktuellen Armutsberichterstattung

Alle Jahre wieder: Alarmierende Befunde im Zuge der Armutsberichterstattung. 2019 waren rund 13,2 Millionen Menschen in Deutschland von Einkommensarmut betroffen, weist der kürzlich erschienenen Armutsbericht des Paritätischen Verbandes aus (Pieper et al. 2020). Im Gegensatz zu der Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung (zuletzt BMAS 2017) teilte jedoch das Statistische Bundesamt jüngst zum Tag der Kinderrechte medial wirksam mit, dass seit 2010 die Armutszahlen von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sinken (Destatis 2020).

0 Kommentare